Dry Needling

Was ist ein Triggerpunkt?

Triggerpunkte kann ich als geschulte Physiotherapeutin und Naturheilpraktikerin erspüren. Patienten spüren sie bei Druck ebenfalls.

Triggerpunkte (früher wurden diese gelegentlich Myogelosen genannt) sind hyperempfindliche Stellen in einem verspannten Muskelfaserbündel.

Diese Punkte verursachen bei Bewegungen Schmerzen und können auch in Ruhestellung schmerzhaft ausstrahlen. Sitzt ein Triggerpunkt beispielsweise in der seitlichen Gesäßmuskulatur, so kann dies Schmerzen entlang des gesamten Beins nach sich ziehen.

Aktive Triggerpunkte sind alles andere als selten. Studien besagen, dass rund die Hälfte der Bevölkerung regelmäßig darunter leiden könnte. Häufigste Quelle für Triggerpunkte sind sitzende, selten gewechselte Haltungen, aber auch wenn stets gleichförmige Bewegungen ausgeführt werden. Beides kann im Laufe der Zeit zu ständig angespannten Muskeln führen.

Doch nicht nur Inaktivität, auch ungenügende Regenerationsphasen beim Sport oder plötzliche Überlastung der Muskeln etwa beim Laufen können gerade sportlich Aktiven schmerzhafte Triggerpunkte verschaffen. Weitere indirekte Ursachen für Triggerpunkte sind reflektorisch begründet und treten beispielsweise im Zuge von Arthrosen auf.

Triggerpunkte sollten demnach als Warnsignal verstanden werden – ihre Ursache gilt es sorgfältig zu analysieren, bewusst zu machen und das Verhalten angemessen anzupassen.

Dry Needling kann Triggerpunkte ausschalten

In der Physiotherapie werden Triggerpunkte seit jeher manuell behandelt. Erst seit etwa der Jahrtausendwende wird das „Dry Needling“ verbreitet als Behandlungsmethode praktiziert, um aktive Triggerpunkte zu entspannen – meist mit großem Erfolg. Das „Dry Needling“ hat mit der klassischen chinesischen Akupunktur nichts zu tun, außer dass in beiden Behandlungsmethoden feine Nadeln eingesetzt werden.

Triggerpunkte deaktivieren heißt  chronischen Schmerzen vorbeugen

In Expertenkreisen verbreitet sich mehr und mehr die Überzeugung, dass aktive Triggerpunkte eine nicht seltene Ursache für chronische Schmerzen – insbesondere Rückenschmerzen – sind, sofern man diese Schmerz-Quellen nicht rechtzeitig gezielt behandelt.

Wegen seiner in der Regel rascheren Erfolge wird von vielen Patienten das Dry Needling der manuellen Triggerpunkt-Therapie vorgezogen.

Dry-Needling in Hof (Oberfranken)

Im Zuge meiner Ausbildung in klassischer chinesischer Akupunktur habe ich verschiedene Techniken des Nadelsetzens erlernt. In den Jahren meiner Arbeit als Heilpraktikerin habe ich die Fertigkeiten des Nadelsetzens mit Wissen, Praxis und Intuition permanent verfeinert.

Das Dry Needling hat mit Akupunktur in diesem Sinne gleichwohl nichts gemeinsam – außer dass beim Dry Needling ebenfalls dünne, sterile Einwegakupunkturnadeln eingesetzt werden. 

Kurz vor der Jahrtausendwende wurde das Dry Needling in der Schweiz entwickelt und es  verbreitete sich unverzüglich als Behandlungsmethode in Fachkreisen. Der Grund für die rasche Verbreitung der Methode liegt darin, dass sich bei fachgerechter Anwendung aktive Triggerpunkte mit Dry Needling gezielt und rasch entspannen lassen – meist mit nachhaltigem Erfolg. 

Die sehr dünne Nadel wird dabei direkt in den jeweils aktiven Triggerpunkt gestochen – „trocken“, was in diesem Zusammenhang „ohne Medikament“ bedeutet. Es ist also der Stich selbst, der zum Heilungserfolg führt. Bei der Behandlung ist der Stich selbst kaum spürbar. Trifft der Stich den Triggerpunkt, so zieht sich das betreffende Muskelfaserbündel, der sogenannte Hartspannstrang, mit einem kurzen, heftigen Zucken zusammen. Auch wenn dies vom Patienten als unangenehm empfunden werden kann, ist diese „Zuckungsantwort“ wichtig, um dem Therapeuten zu signalisieren, dass der Triggerpunkt erfolgreich getroffen und entspannt wurde.